Chronik

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Das geschah im Jahre 1990

Konsultiert man das Jahresprogramm 1990, so fällt die Durchführung einer Musikreise ins Auge. Richtig, um den Zweijahresturnus für solche Veranstaltungen einzuhalten, muss wieder etwas organisiert werden.
Montreux wurde als Reiseziel ins Visier genommen und als Organisator amtet der Reisedienst der SBB. Als Reisedatum war der 7. und 8. Juli vorgesehen.

Das Reiseprogramm:
  • Abfahrt im Bahnhof Oerlikon am 7. Juli um 7.09 h. nach Bern, Spiez, Gstaad (Ständchen und Mittagessen) und weiter mit dem Panoramic-Express nach Montreux
  • Zimmerbezug im Eurotel-Riviera, Nachtessen und Konzert um 19.30 h im Pavillon à Musique de la Rouvenaz.
  • Am folgenden Tag gab's nach dem Frühstück ein Frühschoppenkonzert auf der Hotelterasse mit anschliessendem Apéo. Verstohlen wischte sich die Hoteldirektorin (eine gebürtige Schaffhauserin) eine Träne ab beim Ertönen des "Munotglöggli", intoniert durch das Panikorcherster.
  • Die Weiterreise ging per Schiff (mit Mittagessen) nach Lausanne. Und ab Lausanne mit der SBB wieder nach Zürich, wo wir um 19.00 h eintrafen.


Das geschah im Jahre 1991

Die im Jahre 1971 gekaufte Uniform war in die Jahre gekommen und wirkte abgetragen. Nachbestellungen stiessen auf Schwierigkeiten. Eine Neu-Uniformierung drängte sich auf. Die Auswahl erfolgte an einer Aktivmitgliederversammlung am 16. Januar.
An der GV konnte bereits über die Finanzierung gesprochen werden. Die Sammelaktion war in Zürich-Affoltern sehr erfolgreich, wurde doch ein Betrag von Fr. 34'493 Fr zusammengetragen. Mit der von der Stadt erhaltenen Subvention für ausserordentliche Zwecke von Fr. 5'000.-, und dem eigenen über Jahre gehäuften Uniformenkonto konnte die Finanzierung der Uniform als gesichert bezeichnet werde.
Die Kosten beliefen sich auf Fr. 52'650.- oder umgerechnet pro Uniform
Fr 1'121.-.Lieferant war die Firma Schild vertreten durch die gleichnamige Filiale in Oerlikon.
1991 war durch eine Besonderheit geprägt: 4 Musikantenpaare traten in den Stand der Ehe ein. Und bei allen war, am schönsten Tag des Lebens, der MVZA dabei. Damit noch mehr Kitt in diese Verbindungen eingebracht wird, seien die Paare namentlich aufgeführt:
  • Edith Gretler und Gottfried Jörg am 4. Mai
  • Käty Krämer und Rolf Wagner am 15. Juni
  • Sonja di Lucrezia und Urs Grimm am 22. Juni
  • Susanne Wildberger und Herbert Zürcher am 24.August
Das Fest der Uniformweihe war für 20. bis 22. September terminiert. Am 20. September präsentierte sich der MVZA erstmals in der neuen Uniform. Ehrenmitglied und Präsident des Patronatskomitees Hans Brenner hielt die Festansprache, und es wurde musiziert.
Als Gegeneinladung zu unserem Besuch im Jahre 1986 auf der Bettmeralp luden wir die Musikgesellschaft Betten-Bettmeralp zu unserer Uniformweihe ein. Die Walliser gaben am 21. September nach unserer Eröffnung ein Gala-Konzert mit Tombola und anschliessendem Tanz.
Der Sonntag 22. September war dem Kirchenbesuch gewidmet, gefolgt von einer Mittagsverpflegung in der Ziegelhütte Schwamendingen. Der Abschied der Bettmeralp-Musikanten erfolgte nach einem gemütlichen Beisammensein.

Das geschah im Jahre 1992

An der Generalversammlung lag ein Schreiben von Hans und Vreni Zürcher vor. Sie erklärten den Rücktritt als Tombolaverantwortliche. 15 Jahre hatten sie in dieser Funktion gewirkt. Der Dank des MVZA an sie beide soll in dieser Chronik seinen Platz finden.
Die neue Uniform musste "spazieren geführt" werden. Das Reiseziel war Waidring im Tirol, welche die Reisegesellschaft von 33 Personen (29 Aktive und 4 Begleitpersonen) per Bahn über Kufstein erreichte.
Das Nachtessen und ein Konzert im Pavillon im Freien beschlossen den Tag. Es war Mittsommerfest. Eindrücklich die Höhenfeuer, die auf allen Bergen gleichzeitig angezündet wurden. Auf der Heimreise verpflegte sich die Gesellschaft im Speisewagen. Um 18.26 h trafen alle wieder wohlbehalten In Zürich ein. Für das 20-jährige Mitwirken am Winzerfest Hallau wurden vom OK 50 Flaschen Hallauer-Wein spendiert. Sie wurden den Musikanten verteilt, der Rest fand den Weg in die Tombola.
Mit Schreiben vom 13. März gab unser musikalischer Leiter, Arthur Arn, seinen Rücktritt auf Ende Oktober bekannt. Damit fand die längste Amtszeit eines Dirigenten im MVZA, nämlich 18 Jahre, seinen Abschluss. Wichtiger Bestandteil in seiner Dirigententätigkeit war die Organisation der Jahreskonzerte. Sie wurden lange Zeit in zwei Teile unterteilt. Im ersten wurde Blasmusik aus der herkömmlichen Literatur gespielt. Der zweite Teil war meistens einem speziellen Thema gewidmet wie "Schiff ahoi", "Es bizeli Schwyzer Gschicht" etc. Unvergässlich die Inszenierungen von Turi, alles passte zum Vergnügen des zahlreich anwesenden Publikums bestens zusammen. Der Dirigent war sich auch nicht zu schade, selber zur Trompete zu greifen und, wenn notwendig, ersetzte er sie mit der Handorgel. Einstimmig wurde er zum Ehrendirigenten ernannt. Das letzte Konzert dirigierte er am 7. November im Kronenhofsaal, wo er würdig verabschiedet wurde.

Das geschah im Jahre 1993

Am 16. April starb Ehrenmitglied alt Pfarrer Emil Spillmann. Seine Verbundenheit zur Musik liess sich aus der Anwesenheit musizierender Gruppen an seiner Abdankung ableiten. Dabei waren: die Kantorei, das Kammerorchester und "sein" MVZA.

Das geschah im Jahre 1994

Am 30. April starb unser Gründungspräsident und Aktiv-Ehrenmitglied Ernst Meier. Infolge vieler Unabkömmlichkeiten der Musikanten erwies ihm eine Fahnendelegation die letzte Ehre.
Eine Musikreise war wiederum angesagt. Sie war durch viele Absenzen geprägt und veranlasste die musikalische Leitung, die Aktivitäten auf das Marschbüchlein zu beschränken. Die Reisegesellschaft stellte sich aus 18 Aktivmitgliedern und
7 Begleitpersonen zusammen. Abfahrt war am 26. Juni um 7.30 h im HB Zürich. Es ging nach Brig und weiter mit einem Postauto über den Simplonpass nach Stresa. Diverse Ständchen gaben trotz kleiner Besetzung Kunde von der Anwesenheit einer Blasmusik. Am 27. Juni bestiegen wir ein Schiff auf dem Lage Maggiore, verpflegten uns zu Mittag, gaben ein kurzes Ständchen und trafen um 14.35 h in Locarno ein. Etwas freie Zeit war einberaumt, um Locarno zu besichtigen. 16.44 h galt es zur Rückkehr einzusteigen.

Das geschah im Jahre 1995

Keine nennenswerte Aktivitäten aktenkundig.

Das geschah im Jahre 1996

In diesem Jahr wurde die Musikreise durch ein Aktivmitglied organisiert: Robert Pöschl führte uns am 13. und 14. Juli in seine engere Heimat nach Schwaz im Tirol. Das Konzert am Samstagabend und die Teilnahme am feierlichen Feldgottesdienst am Sonntagmorgen waren die musikalischen Einsätze.
Das traditionelle Jahreskonzert im Kronenhof wurde durch die Big-Band der Jugendmusik Zürich 11 musikalisch ergänzt.

Das geschah im Jahre 1997

Dem Jahresbericht für das Vereinsjahr 1996 wurde entnommen, dass der Präsident auf die Aufzählung der Auftritte verzichte mit der Bemerkung: "Habe ich doch an der letzten GV bemerkt, dass an dieser Stelle bereits die ersten schon mit Gähnen begannen". Leider hat er nicht an den Chronisten gedacht, dem solche Aufzählungen wertvolle Informationen liefern.
Die alte Fahne vom Jahr 1965 hatte ausgedient und war nicht mehr zu reparieren. Es wurde eine neue gekauft und am 15. November im Rahmen des Jahreskonzertes im Kronenhofsaal mit vielen Gästen und Sponsoren feierlich eingeweiht.
15 Fahnendelegationen der befreundeten Vereine übermittelten den obligaten Fahnengruss.
Der Mitgliederschwund in den Vereinen hat auch vor den Blasmusiken nicht Halt gemacht. So war das 1997 und ist bis heute unverändert. Schon die Jugendmusiken klagen darüber und somit gibt es auch wenig Nachwuchs. Die wenigen die sich für eine Aufnahme in einen Verein eignen, wenden sich anderen Aktivitäten zu (Sport) oder beenden ihre musikalische Laufbahn bevor sie richtig begonnen hat. Abklärungen einiger Aktivmitglieder mit jenen der Metallharmonie Wiedikon ergaben, dass eine musikalische Zusammenarbeit in Frage kommen könnte. Anlässlich einer Aktivenversammlung am
3. Dezember wurde eine einjährige Testphase beschlossen.

Das geschah im Jahre 1998

Am 2. Februar war die erste gemeinsame Probe mit der Metallharmonie Wiedikon im Kirchgemeindehaus Glaubten. Dirigent (von Wiedikon übernommen) war Thomas Magnusson. Das erste Konzert in der neuen Formation wurde am 17. Mai in der Kirche Glaubten veranstaltet.

Das geschah im Jahre 1999

Am 25. Januar beschlossen die Aktivmitglieder beider Vereine das Zusammenwirken fortzusetzen und gründeten einen Dachverein unter dem Namen Blasorchester Zürich, abgekürzt BOZ. Es wurde ein Vorstand gewählt und über eine Uniform abgestimmt. Eigentlich wäre das 40-Jahr Jubiläum des MVZA Zürich Affoltern zu feiern gewesen, aber im Trubel der Ereignisse (Zusammenschluss mit Wiedikon) war das kein Thema.
Somit endet vorläufig auch die Berichterstattung des Chronisten, da ihm die Vereinsakten des BOZ nicht zugänglich waren.