Chronik

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Das geschah im Jahre 1980

Der erste und einzige Ehrenpräsident war Alban Döbeli, dem es gelang, den Verein mit sicherer Hand durch Hochs und Tiefs zu führen. Seine Nomination erfolgte an der Generalversammlung vom 1. Februar.
Der Musikverband der Stadt Zürich veranstaltete die ersten Zürcher Blasmusiktage vom 20. bis 22. Juni. Der MVZA beteiligte sich an der Marschmusik-Parade auf der Bahnhofstrasse.
Ein Besuch der "Corteo della Vendemmia" sprich Winzerfest in Lugano am 5. Oktober mit musikalischer Beteiligung am Umzug befriedigte nicht so sehr. Der Tag von morgens
6.30 h bis abends 21.40 h war zu lang.
Der Rekordbestand an Aktiven beträgt in diesem Jahr 46 Musikantinnen und Musikanten (inskünftig Musikanten genannt).

Das geschah im Jahre 1981

Am 5. bis 8. Juni (Pfingsten) ging's zur Musikreise nach Salzburg. Der Abflug war um 17.30 h im Flughafen Kloten. Es reichte nach der Ankunft gerade noch zum Zimmerbezug und Nachtessen im Hotel Hirschen sowie zu einem kurzen Abendspaziergang. Am 6. Juni war eine Carfahrt in die Umgebung und anschliessend die Besichtigung des Schlosses Mirabell. angesagt. Am Sonntag 7. Juni blies der MVZA zu einem Frühschoppenkonzert im Stigelkeller. Nach dem Mittagessen besuchte die Gesellschaft ein stillgelegtes Salzbergwerk und Berchtesgaden. Am Heimreisetag wurde noch die Altstadt von Salzburg besichtigt Das Mittagessen gab's im Stigelkeller. Der Abflug war um 16.10 h nach Zürich Kloten, wo alle wohlbehalten ankamen.
Erstmals spielte der MVZA am Samstag 13. Juni auf der Bahnhofstrasse in Zürich. "City Ständchen" heisst das im Musikerjargon. Das sind von der Geschäftsvereinigung Zürcher Bahnhofstrassee honorierte Auftritte der Blasmusiken. Die Organisation liegt beim Stadtverband.

Das geschah im Jahre 1982

Keine nennenswerte Aktivitäten aktenkundig.

Das geschah im Jahre 1983

Wieder war eine Musikreise angesagt. Als Ziel wurde Colmar im Elsass gewählt. Start war am Samstag den 21. Mai um 7.30 h. mit einem Car beim Kirchenzentrum Glaubten. Auf der Hinreise wurde das Oldtimermuseum in Mulhouse und anschliessend das Nationaldenkmal am Hartmannsweillerkopf (1. Weltkrieg) besucht. Am Sonntag boten der MVZA ein Frühschoppenkonzert, dann eine Fahrt nach Riquewhir über Sigolsheim (Weinkellerbesichtigung) und wieder zurück nach Colmar. Die Heimreise durch den Schwarzwald zum Titisee vorbei am Schluchsee, bei Waldshut überquerte die Reisegesellschaft die Grenze.
Auch am Eröffnungsfest des Gemeinschaftszentrums Zürich-Affoltern am Samstag den 27. August war der MVZA dabei und verschönerte dieses mit seinen Klängen.
Mit 6 Flaschen Wein als Extra-Honorar bedankte sich das Organisationskomitee der Hallauer Herbstsonntage für die diesjährige zwölfte Mitwirkung im Oktober.

Das geschah im Jahre 1984

Von silbriger Hochzeit spricht man bei Ehepartner, die 25 Jahre zusammengelebt haben. Und wie ist das bei einem Verein? Von Hochzeit kann da ja nicht gesprochen werden, aber von 25 Jahren. Wir erinnern uns: im Jahre 1959 wurde der MVZA aus der Taufe gehoben, und jetzt sind 25 Jahre verflossen. Also auch etwas Silbriges. Und wie im MVZA üblich ist, musste das gefeiert werden. Dazu eingeladen wurde die Stadtkapelle Weilheim. Das eigentliche Jubiläumskonzert wurde am Freitag 2. November mit Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft sowie mit den Ehren- u. Passivmitgliedern im Kronenhofsaal abgehalten. Am Samstag traf die Stadtkapelle Weilheim ein und bestritt ihrerseits ein Konzert. Dem ökumenischen Gottesdienst am Sonntag folgte ein echt bayrisches Frühschoppenkonzert mir der Weilheimer Stadtkapelle. Der Höhepunkt war ein 50 lt. Fass Andechs-Bier, welches die Weilheimer zu den Klängen des Bayrischen Defiliermarsches in den Saal rollten. Angeblich war es bereits nach 2 Stunden leer...!!
Noch waren die musikalischen Auftritte nicht beendet. Am 2. Dezember wurde das erste Kirchenkonzert in der Kirche Glaubten bei freiem Eintritt gegeben, welches sich in den folgenden Jahren mit wechselndem Datum wiederholte.

Das geschah im Jahre 1986

2000 Jahre Zürich wurde gefeiert. Anlässlich der Festivitäten am 1. Juni konzertierte der MVZA auf dem Floss, welches eigens für musikalische Darbietungen in der Limmat installiert wurde. Das war auch die Geburtsstunde des Panikorchesters. Woher dieser Name? Auf einer bereitgestellten Tanzfläche auf dem Lindenhof erschien die engagierte Tanzkapelle nicht. Ein paar beherzte Musikanten des MVZA griffen zu ihren Instrumenten, ersetzten das Tanzorchester und beschwichtigten den in Panik geratenen Wirt. Legendär sind die Auftritte des Panikorchesters nach dem Umzug am Winzerfest in Hallau. Wir verdanken ihm unter der administrativen Leitung von Herbert Zürcher (von musikalischer Leitung kann nicht die Rede sein; sie spielten alles ohne Noten, also aus dem Stegreif) viele gemütliche Stunden, sei es nach einem Geburtstagsständchen oder anlässlich eines St. Niklausbesuches.
Um den 2-Jahres Turnus einzuhalten, drängte sich die Organisation einer Musikreise auf. Die Musikgesellschaft Bettmeralp hatte den MVZA eingeladen, an ihrer Instrumentenweihe teilzunehmen. Schon um 06.45 h besammelte sich die Reisegesellschaft von total 62 Reisenden (34 Aktivmitglieder und 28 Passive und Begleitpersonen) im Bahnhof Oerlikon. Per SBB ging?s via Zürich HB, Bern, Löschberg, Brig, und mit der Luftseilbahn zur Bettmeralp.
Konzerte im Sportzentrum und Marschmusik im Dorf wechselten in bunter Folge. Freundschaften wurden geknüpft und die Musikanten liessen die Blasmusik hochleben.
Nach Statuten gibt es Aktiv-Ehrenmitglieder und Passiv-Ehrenmitglieder. Erstere werden ernannt, wenn sie ununterbrochen 15 Jahre dem Verein angehören. Zu den Zweiten gehören Passiv-Mitglieder, die sich in besonderer Weise um den Verein verdient gemacht haben. Pfarrer Emil Spillmann gehörte dazu. Und anlässlich der Generalversammlung wurden Hans und Vreni Zürcher, Hans Brenner und Heinz Kolb zu Ehrenmitgliedern ernannt. Hans und Vreni Zürcher (die Eltern unserer Musikanten Hanspeter und Herbert) betreuten während vielen Jahren die Tombola beim Jahreskonzert. Der mit viel Liebe und Sorgfalt und ohne den sonst üblichen Ramsch zusammengestellte Gabentempel wirkte immer erfolgreich, die Lose waren jeweils im Handumdrehen ausverkauft.
Hans Brenner, seines Zeichens Gemeinderat, war immer zur Stelle wenn er gebraucht wurde. Er knüpfte wertvolle Beziehungen zu andere Vereinsgruppen und spendierte beim Jahreskonzert während Jahren den Blumenschmuck im Kronenhofsaal, der den akustischen mit dem optischen Eindruck zu einer Einheit verband. Heinz Kolb, Wirt im Restaurant Unterdorf, war der Blasmusik sehr zugetan. Zum Andenken an seine verstorbene Mutter liess er einen Fahnenkasten in seinem Lokal installieren, wo die Fahne und andere Geschenke eine würdige Bleibe fanden. Und im übrigen konnte man ihn auch als sehr spendablen Freund bezeichnen.

Das geschah im Jahre 1987

Weilheim rief, und schon standen sie stramm, die Affolltemer Musikanten. Die Stadtkapelle feiert ihr 75 jähriges Jubiläum, und da gehörte MVZA auch dazu. Am Fest teil nahmen weitere Vereine aus der näheren Umgebung von Weilheim: die Stadtkapelle Schongau und die Stadtkapelle Weilheim Teck und natürlich die mit uns befreundete Stadtkapelle Weilheim Oberbayern. Das Festprogramm vom 23. und 24. Mai lautete:

  • Ankunft in Weilheim 14.15 h. Empfang durch die Stadtkapelle.
  • Abends Festkonzert in der Hochlandhalle mit allen Vereinen und Ausklang gemeinsam gespielt mit dem bayrisch Defiliermarsch. Anschliessend spielte unser Panikorchester welches die Festgemeinde auf das Beste unterhielt.
  • Sonntag, 24. Mai morgens: Kirchenumzug und heilige Messe auf dem Marienplatz.
  • nachmittags Festzug durch die Innenstadt zum Volksfestplatz.
  • Festausgang im Festzelt und Rückfahrt um 17.00 h nach Zürich.
Damit war der letzte Besuch in Weilheim erfolgt. Andere Personen an den Vereinsspitzen in beiden Vereinen legten offenbar keinen Wert mehr auf die Weiterführung der Kontakte. Was bleibt, ist eine schöne Erinnerung. Auch das darf in einer Chronik erwähnt werden: Anlässlich der Präsidentenkonferenz am 9. November wurde die Neuregelung der Subventionszahlungen an die städtischen Blas-Musikvereine bekannt gegeben. Die Stadt Zürich hat in die vergangene Zeit pro Jahr knapp eine halbe Million Franken dafür aufgewendet.

Das geschah im Jahre 1988

Die Reise 1987 nach Weilheim war etwas Besonderes und muss als ein Engagement eingestuft werden. Weil sie ohne Ausschreibung durchgeführt wurde, konnte sie nicht mit üblichen Musikreisen verglichen werden, weshalb man sich entschloss, dieses Jahr wieder eine ?klassische? Musikreise zu veranstalten. Eine 3-Seen Rundfahrt stand auf dem Programm. Sie wurde mit 32 aktiven Musikanten sowie 29 Begleitpersonen (Passivmitglieder und Angehörige) 16. und 17. Juli durchgeführt. Das Reiseprogramm:

  • Abfahrt Zürich HB 07.07 h nach Biel. Weiter auf dem Bieler- Neuenburger- und Murtensee.
  • Kurzes Ständchen und Mittagessen beim Hotel Schiff in Murten.
  • Abfahrt in Murten 14.45 h.
  • Neuenburg an 15.55 h. abends Platzkonzert am Quai Osterwald.
  • Am 17. Juli Abfahrt von Neuenburg mit Car nach Enges (Ständchen und Mittagessen) und weiter nach Ligerz (Weinbaumuseum) und Biel.
  • Anschliessend wieder mit der SBB nach Zürich.
Infolge Ferienabwesenheiten kann man Engagements anlässlich der 1.-Augustfeiern selten Genüge tun. Um dem abzuhelfen wurde für diesen Auftritt eine Fusion mit der Harmonie Schwamendingen organisiert. Letztere und der MVZA spielten in beiden Quartieren. Der Transport erfolgte, von den Quartiervereinen organisiert, mit einem VBZ-Bus. Nach 2 Jahren wurde diese Aktion abgebrochen, da die Organisatoren von Schwamendingen eine andere Lösung getroffen hatten.